Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle

Gedenkbuch Halle

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Name:
Tubandt (Dr. phil.)
Geburtsname:
Krilitschewsky
Vorname:
Wera
Geburtstag:
09.03.1881 (25.02.1881 (russischer Kalender)
Geburtsort:
Odessa[1]
Privatadresse:
Halle (Saale), Bismarckstr. 16[2]
letzte Adresse:
Berlin-Zehlendorf, Stubenrauchstr. 30[3]
Beruf:
Chemikerin, Dr. phil.[4]
Verwandtschaft:
Eltern
Krilitschewsky, Abraham, Jude,Kaufmann
Fanny geb. Lewin, Jüdin[5]
Ehemann
Karl Tubandt geboren 03.12.1878 in Halle, gestorben 17.01.1942 in Berlin, Hochzeit: 03.09.1904 Schmillinghausen,[6] nichtjüdisch, ordentlicher Professor, schließlich Direktor des Instituts für Physikalische Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.[7]
Tochter
Wera Simony geb. Tubandt
Schwiegersohn
Günther Simony
Enkel
Günther und Barbara
Tochter
Katharina Tubandt, unverheiratet [8]
weitere Lebensdaten:
Wera verstarb am 25.07.1987, Katharina am 25.07.1989 in Berlin[9]
"[…] wurde mit magna cum laude die 23-jährige Chemiestudentin Vera Krilitschewsky-Tubandt aus Odessa in Gießen zum Dr. phil. promoviert." Erstmals promovierte eine Frau an einer hessischen Universität im 20. Jahrhundert. Das Dissertationsthema lautete: "Zur Kenntnis des Cersulfat-Akkumulators"[10]
"1937 entließ ihn (Carl Tubandt) die Universität wegen seiner jüdischen Ehefrau auf Grund von § 6 des Berufsbeamtengesetzes. Zwei Jahre nach seinem Tod tötete sich Tubandts Ehefrau selbst, da sie in ein Konzentrationslager verbracht werden sollte."[11]
Todesort:
Berlin
Todesdatum:
09.02.1944 (Suizid)[12]
Quelle(n):
[1] Taufregisterauszug Schmillinghausen 1904
[2] HA 38
[3] YVD (27.10.2007) Ende, Ursula
[4] Klein (2007)
[5] vgl. Anm. 1
[6] Heiratsurkunde (1904)
[6] vgl. Anm. 1
[7] http://www.catalogus-professorum-halensis.de/indexb1933.html (10.05.2008)
[8] Todesanzeige Wera Tubandt (1944)
[9] Wedemann, Lutz: E-Mail v. 28.08.2009
[10] vgl. Anm.4
[11] vgl. Anm. 7
[12] Sterbeurkunde (1944)
Tubandt, Katharina: (o. J.)
Tubandt, Katharina (1946)

letztes Update: 13.10.2009 20:02:30